Ballaststoffe sind kein Ballast!

Ballaststoffe wurden früher als Ballast für den Körper angesehen, weil der Körper selbst Ballaststoffe nicht verdauen kann. Mittlerweile weiß man, dass Ballaststoffe für den Darm und die guten Darmbakterien von enormer Bedeutung sind. Es gibt zwei Arten von Ballaststoffen: wasserlösliche und wasserunlösliche Ballaststoffe.

Wasserlösliche Ballaststoffe

  • ernähren die guten Darmbakterien, sodass sie sich vermehren und z.B. die Darmschleimhaut schützen können,

  • bringen so die Darmflora in Balance,

  • sorgen für einen geschmeidigen Stuhl mit angenehmer Konsistenz.

Wasserunlösliche Ballaststoffe

  • nehmen Wasser auf und binden es (auch Giftstoffe und schleusen sie aus dem Körper).

  • vergrößern durch das Aufquellen das Stuhlvolumen und der Stuhl wird „fluffig“.



  • Durch das hohe Volumen “klopft” der Stuhl an der Darmwand an und macht ihn darauf aufmerksam, dass er sich bewegen sollte.

  • Durch die angeregte Darmbewegung verspürst du den Drang auf die Toilette zu gehen.

  • Unabhängig davon ob der „Brei“ im Darm zu weich oder zu kompakt ist - wasserunlösliche Ballaststoffe regulieren in beide Richtungen.


Das große Volumen und die Geschmeidigkeit sorgen dafür , dass der Stuhl nur für kurze Zeit im Dickdarm verweilt. Er verlässt ohne große Anstrengung seine Unterkunft und zwar mit allen unbeliebten Darmbesetzern. Du fühlst dich danach schön leer und leicht. Der kurze Aufenthalt reduziert stuhlbedingte Bauchschmerzen, Grummeln und Völlegefühl und sogar das Darmkrebsrisiko kann sinken.


Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 30g Ballaststoffe pro Tag. Andere Experten empfehlen sogar 40g - 50g Ballaststoffe am Tag.


In Hülsenfrüchten, Samen, Kleie, Vollkorngetreide, Gemüse und Obst sind viele Ballaststoffe enthalten.


Mehr Infos zu Ernährung, Rezepte und was du sonst noch für deinen Darm tun kannst findest du im Blog.